Ab 01.01. gibt’s mehr Geld.

Wir haben letzte Woche eine Pressemitteilung herausgegeben zur Erhöhung der Vergütung der Hilfskräfte. Diese kommt nun doch schon ab 01.01.2016 und nicht wie angekündigt ab 01.04.2016.

Hier der volle Text der Pressemitteilung:

Wie heute in der Universitätskonferenz angekündigt, wird die Vergütung für die Hilfskräfte schon ab dem 01.01.2016 angehoben. Für alle Hilfskräfte steigt die Vergütung um 50 Cent pro Stunde. Das Präsidium kommt damit endlich der ersten von drei Forderungen des Senatsbeschluss vom 25.03.2015 nach.

Zum ersten Mal seit 7 Jahren bekommen die Hilftkräfte mehr Geld. Der Lohnzuwachs liegt damit zwischen 5,9% für Studentische Hilfskräfte (ohne Bachelor oder abgelegte Zwischenprüfung) und 3,7% für Wissenschaftliche Hilfskräfte. „Nicht nur wir von der Hilfskraftinitiative, sondern auch die Uni-Präsidentin und der Senat sind der Ansicht, dass diese Erhöhung überfällig war,“ so Konstantin Korn, Aktiver der Hilfskraftinitiative und Mitglied des AStA Marburg.

Es stehen damit aber noch zwei weitere Forderungen aus dem einstimmig gefassten Senatsbeschluss. Als nächstes mittelfristiges Ziel steht die Vereinheitlichung der Vergütung der Hilfskräfte in ganz Hessen an. „Für uns Hilfskräfte ist es in keinster Weise verständlich, warum die Hilfkräfte je nach Hochschule unterschiedlich vergütet werden. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit muss das Ziel für alle Beteiligten sein“, so Tobias Klös, studentische Hilfskraft an der Uni Marburg und Aktiver der Hilfskraftinitiative.

Die wichtigste Forderung bleibt bestehen. Denn die Hilfskräfte müssen endlich in den Tarifvertrag des Landes Hessen aufgenommen werden oder einen eigenen Tarifvertrag bekommen! „Nur durch die Aufnahme der Hilfkräfte in einen Tarifvertrag kann gesichert werden, dass die Hilfskräfte nicht vollkommen vom Wohlwollen der Hochschullleitungen abhänig sind und nicht wieder Jahre lang auf einen Lohnerhöhung warten müssen,“ so Markus Hermann, AStA Referent für die Hilfskraftinitiative an der Uni Marburg. Durch einen Tarifvertrag für Hilfskräfte würde, im Falle der Aufnahme in den TV-H, alle zwei Jahre auch über die Vergütung der Hilfskräfte verhandelt werden müssen. So kann die Spaltung zwischen den Beschäftigten der Philipps-Universität, die vom Tarifvertrag erfasst und die von Tarifvertrag nicht erfasst werden, endlich beendet werden.

Nicht zuletzt wegen einer hessenweiten Perspektive schauen wir mit Spannung auf die Tarifauseinandersetzung zwischen den Hilfskräften und dem Präsidium der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Sollte es zu einer Einigung auf einen Tarifvertrag für Hilfskräfte an der Goethe-Universität kommen, wäre dies der Anstoß für einen flächendeckenden Tarifvertrag für alle Hilfskräfte in Hessen.

Deswegen sprechen wir allen Hilfskräften in Frankfurt unsere Solidarität aus und unterstützen sie in ihrem Streiten für bessere Beschäftigungsbedingungen.

Wir sehen hier vor allem die Landesregierung und damit das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst in der Pflicht sich dem Thema anzunehmen. Mit der Abschaffung der Wissenschaftlichen Hilfskräfte haben die Regierungsfraktionen gezeigt, dass sie ein Interesse an der Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Hilfskräfte haben. Dieses Interesse muss nun in Bezug auf einen Tarifvertrag für Hilfskräfte deutlich werden. „Wissenschaftsminister Boris Rhein kann an diesem konkreten Beispiel zeigen, welchen Stellenwert die Beschäftigungsbedingungen der Hilfskräfte für ihn haben,“ so Markus Hermann.

  Studentische Hilfskraft Studentische Hilfskraft
mit Bachelor/Zwischenprüfung
Wissenschaftliche Hilfsfraft
Vergütung bisher 8,50 € 10,00 € 13,50 €
Vergütung ab 01.01.201 9,00 € 10,00 € 14,00 €
Vergütungssteigerung 5,9% 5,0% 3,7%

Balkengrafik zur Erläuterung der Vergütungserhöhung